Sommerfest am 31. Juli 2010

Jaroslava Pisa (links) - Leitung Besuchsdienst -- Elisabeth Hörth - Seniorennachmittag

Am Samstag, den 31. Juli 2010 fand ein Sommerfest des Besuchs- und Begleitdienstes statt. Geladen waren auch Teilnehmer/Innen des Malteser-Seniorennachmittags. Fast alle waren anwesend. Erfreulicherweise unterstützten 10 ehrenamtliche Helfer/Innen dieses Vorhaben und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Kaffee und Kuchen wurden von den Ehrenamtlichen gespendet. Lediglich für die Fahrtkosten fiel ein geringer Beitrag an.

Es war eine große Tafel gestellt, so dass alle Teilnehmer einen guten Überblick hatten.

Es wurden Gedichte und Geschichten vorgetragen. Liedblätter wurden ausgelegt, und es wurde gemeinsam gesungen. Es herrschte eine gemütliche und entspannte Atmosphäre. Eine Dame, weit über 90 Jahre, ansonsten sehr schüchtern, hat sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr aktiv am Geschehen beteiligt.  

Alle Beteiligten waren glücklich und zufrieden über die Abwechslung, welche die Malteser ihnen geboten haben.

Die Beförderung der Teilnehmer war in bewährter Form durch den Malteser-Fahrdienst sichergestellt.

Die Organisatorinnen möchten sich auf diesem Wege bei allen helfenden Händen ganz herzlich bedanken.

Malteser verankern Rettungsdienst stärker auf Bundesebene - Markus Bensmann neuer Leiter Rettungsdienst

01.09.2010

Köln. Die Malteser verstärken mit einer Personalentscheidung das strategische Ziel, die Rettungsdienste stärker als bisher von der Bundesebene zu fördern. Markus Bensmann wird mit dem 1. September Nachfolger von Prof. Klaus Runggaldier, der den Rettungsdienst der Malteser zehn Jahre erfolgreich leitete und nun eine neue Aufgabe außerhalb der Malteser übernimmt. Der 42-jährige Bensmann hat seit dem Jahr 2000 als Geschäftsführer in den Diözesen Hamburg und Freiburg die Malteser Arbeit verantwortet und die dortigen Rettungsdienste geleitet.
 
Die wichtigste Aufgabe in seiner neuen Funktion für Markus Bensmann besteht darin, „die lokalen Malteser Strukturen zu unterstützen, wenn es um fachliche und rechtliche Herausforderungen im Rettungsdienst geht“, sagt er. Der Staats- und Sozialwissenschaftler setzt sich auch für die Vernetzung von professionellem Rettungsdienst und ehrenamtlichem Bevölkerungsschutz ein.
 
Mit 3.800  Rettungsdienstmitarbeitern und jährlich 600.000 Notfalleinsätzen (inkl. Krankentransport) an mehr als 190 Standorten gehört der Malteser Hilfsdienst zu den großen Leistungserbringern des deutschen Rettungswesens.
 
Als einziger Anbieter hatten die Malteser im Rettungsdienst in den vergangenen Jahren ein bundesweites Qualitätsmanagement nach ISO 9001 eingeführt und damit Standards in der rettungsdienstlichen Versorgung gesetzt.
 
 
Christlich und engagiert: Der Malteser Hilfsdienst setzt sich für Bedürftige ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit • 56.000 Engagierte in Haupt- und Ehrenamt • an mehr als 700 Orten • über 980.000 Förderer und Mitglieder

Ausbildungskurs: Erste Hilfe am Kind - Gliederung Friedrichshafen

Die Malteser in Friedrichshafen bieten am 04./05.09.2010 die Ausbildung Erste Hilfe am Kind an.

Der Kurs bereitet Eltern, Familienangehörige und Erzieher auf Kinder- und Säuglingsnötfälle wie zum Beispiel Verbrennungen oder Vergiftungen vor und zeigt, wie man auch bei den Kleinsten schnell und richtig Erste Hilfe leisten kann. Die Kurszeiten sind elternfreundlich vormittags von 10 bis 14 Uhr. Gerne können Interessierte ihre Kinder vom Säuglingsalter bis 15 Jahre mitbingen.

Die Ausbildung findet in den Aubildungsräumen der Malteser in den Scheffelstrasse 31 in Friedrichshafen statt. Anmeldungen und Fragen werden unter der Telefonnummer 07541 375 160 entgegen genommen.

Rock am See: Große Party zum Geburtstag

30.08.2010 00:00

Die 25. Ausgabe von Rock am See verlief laut Polizei ruhig. Auch der Veranstalter Koko ist zufrieden.
Kleiner Wermutstropfen für die Kooks-Fans war der gebrochene Finger des Bandgitarristen. Getanzt, gefeiert und gerockt haben über 23 000 Fans beim 25. Geburtstag von Rock am See im Konstanzer Bodensee-Stadion. Höhepunkt war der Auftritt der Toten Hosen, die zum fünften Mal dabei waren.

Das Bodensee-Stadion war zum 25. Geburtstag von Rock am See nicht ganz ausverkauft. Trotzdem zieht Armin Nissel, Geschäftsführer des Veranstalters Koko, eine positive Bilanz.
Wir hatten über 23 000 Besucher. Ein ausverkauftes Stadion mit 25 000 Menschen wäre wünschenswert gewesen, aber wir sind zufrieden, sagte er.
Aus Sicht von Polizei und Sanitätern verlief das Festival ruhig. Allerdings mussten vier Besucher wegen Trunkenheit in Gewahrsam genommen werden, zwei wurden wegen Widerstands gegen die Polizei festgenommen, sagte Polizeipressesprecher Michael Aschenbrenner.
Insgesamt gebe es 39 Strafanzeigen, die der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden. Davon seien allein 34 auf kleinere Drogendelikte zurückzuführen. Schwere Verletzungen gab es bei Rock am See nicht. Die größte Wunde, die die Malteser zu verarzten hatten, war laut Sanitätsdienst-Einsatzleiter Nikolai Wolkow eine Schnittwunde über zehn Zentimeter bis auf den Knochen. Sechs Platzwunden mussten genäht werden, aber kein Gast wurde aufgrund einer Schlägerei behandelt.
Auf den Straßen war es weniger ruhig: Durch den großen Ansturm auf den Campingplatz am Konstanzer Flugplatz und auf den Festivalplatz kam es am Samstagmittag auf der B33 neu zu Staus. Auch auf den Bahnsteigen drängelten sich die Fans. Um eine reibungslose An- und Abreise am Bahnhof zu gewährleisten, zeigte die Bundespolizei dort verstärkte Präsenz. Aus ihrer Sicht verlief die Rückreise problemlos.

Bild: Hanser

Tierischer Besuch ist sehr gefragt

28.08.2010

Hunde gehen in Altersheime und besuchen behinderte Kinder. Damit möchten die Malteser den Menschen ein Stück Lebensfreude schenken. Die Nachfrage ist so hoch, dass weitere Hunde ausgebildet werden.  Die Besuchshundestaffel der Malteser ist ein voller Erfolg. Weil soziale Einrichtungen nach immer mehr
Hunden fragen, werden im Herbst zwölf weitere Tiere ausgebildet.

Kreis Konstanz – Die Malteser im Bodenseeraum wollten der Einsamkeit von alten Menschen ein Ende setzen – und auch Behinderten noch mehr Lebensfreude schenken. Das ist gelungen. Seit Ende Juni ist die Besuchshundestaffel im Einsatz. Das Prinzip: Hunde und ihre Halter bekommen eine kurze Ausbildung und gehen dann in Altersheime, Schulen und Behinderteneinrichtungen, um Gesellschaft zu leisten. Ein Bericht im SÜDKURIER hat vor dem Start des Projekts großes Interesse geweckt. „Wir hätten nie gedacht, dass unser Aufruf bei den Hundehaltern auf solch eine große Resonanz stoßen würde“, sagt Susan Stojic von den Maltesern, die die Hundestaffel ehrenamtlich leitet. „Von mehr als 50 Interessenten konnten wir nur neun berücksichtigen.“ Auch Silvia Baumann, die das Angebot ins Leben gerufen hat, ist begeistert. „Alle Einrichtungen, in denen wir sind, sind völlig glücklich und fordern bei jedem Besuch noch mehr Personal an“, sagt sie. „Wir werden der Anfragen aber nicht Herr.“ Deshalb bildet Anja Wedig, Inhaberin der Hundeschule Dogs in Konstanz, im Oktober noch mal zwölf Hunde und ihre Halter aus.
 
Dabei ist wichtig: Nicht jeder Hund ist geeignet. Melden können sich Interessierte, deren Hund mindestens 15 Monate alt ist, positives Sozialverhalten besitzt und gesund ist. Die Tiere durchlaufen dann einen Wesenstest mit Anja Wedig. Geeignete Hunde trainieren etwa zehn Stunden, der Halter braucht zwölf. Die Tiere lernen besondere Kommandos und das Gehen am Rollator oder mit dem Rollstuhl.
„Ungewöhnliche Körperbewegungen, nicht alltägliche Verhaltensweisen und fremde Gerüche dürfen den Hund nicht übermäßig irritieren“, sagt Anja Wedig. Die Hundehalter müssen ebenfalls lernen. Erste Hilfe und Grundlagen zu Demenz und Hygienevorschriften gehören genauso dazu wie ein gewisses Maß an praktischen Einsätzen. Das Konstanzer Seniorenzentrum Margarete-Blarer-Haus hat die praktische Ausbildung unterstützt.
Bild: Malteser

Pakistan: Malteser bereiten medizinische Hilfe für Punjab vor / Mitarbeiterin reist Samstag aus

27. August 2010

Köln/Islamabad. Am Samstag, 28. August, reist die Kölnerin Ruth Göhlen für die Malteser nach Pakistan. Die 48-jährige Pakistanexpertin wird ein Erkundungsteam in den Punjab leiten, um auch dort medizinische Hilfe für die Flutopfer vorzubereiten. Drei medizinische Teams, bestehend aus Ärzten, Krankenschwestern, Hebammen und Gesundheitsarbeitern, sollen sowohl als mobile medizinische Teams eingesetzt werden, als auch medizinische Versorgung in den Flüchtlingslagern übernehmen. „Die medizinische Versorgung reicht bisher vorne und hinten nicht“, betont Roland Hansen, Leiter Asienabteilung der Malteser in Köln. „Die Weltgesundheitsorganisation hat uns daher gebeten, auch in Kohistan zwei zusätzliche medizinische Teams einzusetzen“, so der Pakistankenner.
 
In der vergangenen Woche hatten die Malteser ihre Nothilfe angesichts der hohen Betroffenenzahlen schon mehrfach ausgebaut und Nahrungsmittel, Trinkwasser sowie so genannte Non-Food-Items und Hygiene-Kits im Swat-Tal bereitgestellt. Aufgrund der zunehmenden Durchfallerkrankungen durch verseuchtes Wasser und die beengte Unterbringung der Flutopfer sind zudem Hygieneteams im Swat-Tal unterwegs, um die Menschen über die Gefahren im Umgang mit verschmutztem Wasser aufzuklären und Hygiene-Kits mit Seife und Handtüchern zu verteilen. Die fünf medizinischen Teams der Malteser sorgen weiterhin auch in den noch nicht mit Geländefahrzeugen zu erreichenden Gebieten für die medizinsiche Behandlung der Opfer.
 
Damit engagieren sich die Malteser in Pakistan jetzt mit einem Projektvolumen von mehr als drei Millionen Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Die Gelder setzen sich zusammen aus Spenden (eigene Spenden, Aktion Deutschland Hilft und Spenden aus dem weltweiten Netzwerk des Malteserordens sowie aus finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes, des BMZ und der Vereinten Nationen). „Wir sind sehr dankbar, dass die deutsche Bevölkerung jetzt doch mehr für die Flutopfer spendet“, so Hansen. Er betonte jedoch, dass der Bedarf noch lange nicht gedeckt sei.
 
Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder Rechenschaft abgeben -  dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern wie der deutschen Bundesregierung detailliert nachgewiesen werden.
 
Videos, Blog und Aktuelles Bildmaterial aus Pakistan unter www.malteser-helfen.de

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:
Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Flut Pakistan
Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder online: www.aktion-deutschland-hilft.de
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org

Pakistan - Malteser: Medizinische Hilfe auch für Kohistan/ Zwei Millionen Euro Projektvolumen

20. August 2010

 

Swat/Islamabad. Die Malteser weiten ihre Hilfe für die Flutopfer in Pakistan jetzt auch im Nachbardistrikt zum Swat-Tal, Kohistan, aus. „In dem Projektgebiet leben rund 50.000 Menschen, für die wir zusätzlich medizinische Versorgung zur Verfügung stellen werden“, so Dr. Jürgen Clemens, Pakistanreferent von Malteser International.
Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Malteser ihre Nothilfe ausgebaut und Nahrungsmittel, Trinkwasser sowie sogenannte Non-Food-Items und Hygiene-Kits im Swat-Tal für 2.800 Familien bereitgestellt. Aufgrund der zunehmenden Durchfallerkrankungen durch verseuchtes Wasser und die beengte Unterbringung der Flutopfer waren zudem Aufklärungsteams im Swat-Tal unterwegs, um die Menschen über die Gefahren im Umgang mit verschmutztem Wasser aufzuklären und über 1.000 Wasseraufbereitungstabletten, Elektrolytpräparate sowie Hygiene-Kits mit Seife und Handtüchern zu verteilen. Die fünf medizinischen Teams der Malteser sorgen weiterhin auch in den noch nicht mit Geländefahrzeugen zu erreichenden Gebieten für die medizinsiche Behandlung der Opfer. „Dabei wird uns immer deutlicher, dass das wahre Ausmaß der Zerstörung im Swat-Tal noch gar nicht wirklich ermessen werden kann“, so Alexander Bühler, Malteser Mitarbeiter in Pakistan.
 
Da die lokalen Märkte derzeit noch Nahrungsmittel liefern können, geben die Malteser jetzt Schecks aus, damit die Flutopfer sich selbst versorgen können. Eine Ausweitung der Malteser-Hilfe auf den Punjab im Süden Pakistans, wird von den Ergebnissen eines Erkundungsteams der Malteser am Wochenende sowie von der WHO-Bestandsanalyse abhängen.
 
Insgesamt engagieren sich die Malteser in Pakistan jetzt mit einem Projektvolumen von mehr als zwei Millionen Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Die Gelder setzen sich zusammen aus finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes, des BMZ, der Vereinten Nationen sowie aus Spenden (eigene Spenden, Aktion Deutschland Hilft und Spenden aus dem weltweiten Netzwerk des Malteserordens).
Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder Rechenschaft abgeben -  dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern wie der deutschen Bundesregierung detailliert nachgewiesen werden.
 
Blog und Aktuelles Bildmaterial aus Pakistan unter www.malteser-helfen.de
 
Achtung Redaktionen:
Alexander Bühler, Mitarbeiter von Malteser International, steht ab sofort in Pakistan für Interviews zur Verfügung
Dr. Jürgen Clemens, Pakistanreferent bei Malteser International, am Sonntag aus Pakistan zurückkehrt, steht ebenfalls für Interviews zur Verfügung.
Vermittlung: 0221/9822-125
 
Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:
Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Flut Pakistan
Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder online: www.aktion-deutschland-hilft.de
 
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org

Pakistanhilfe als Herausforderung

18. August 2010
 
Malteser: 19. August – Tag der humanitären Hilfe
 
Köln/Swat. Anlässlich des Tages der humanitären Hilfe am 19. August verweisen die Malteser auf die Grundprinzipien der humanitären Hilfe: Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität. „Die Pakistanhilfe ist das beste Beispiel dafür, welche Herausforderungen die Umsetzung dieser Prinzipien in der humanitären Hilfe mit sich bringen. Nur mit unabhängigen und vertrauenswürdigen Partnern im Land selbst, mit eigenem Personal und bewährten Kontrollmechanismen ist die Hilfe möglich“, betont der Programmleiter von Malteser International, Sid Peruvemba.
 
Aus dem Swat-Tal berichtet Alexander Bühler, Malteser Mitarbeiter: „Die schwere Unterernährung vor allem der Kinder nimmt mit jedem Tag zu. Die oberen Regionen des Tals sind noch vollständig von der Außenwelt abgeschnitten, es sind zu wenig Hubschrauber da, welche die Menschen erreichen könnten.“ Die medizinischen Teams der Malteser melden zunehmend Durchfall- und Hauterkrankungen besonders bei Kindern und Frauen. „Infektionen entstehen vor allem durch verunreinigtes Wasser, da die Hilfe noch nicht überall ankommt“, so Bühler. Neben Medikamenten helfen die Malteser vor allem weiterhin mit sogenannten „Non-Food-Items“ wie Schüsseln, Töpfen, Seifen und Handtüchern, um die hygienische Situation zu verbessern und weiteren Erkrankungen vorzubeugen.
Insgesamt engagieren sich die Malteser in Pakistan mit einem Projektvolumen von mehr als einer Million Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Mit Hilfe des Auswärtigen Amtes und des BMZ versorgen sie die von den Fluten betroffenen Menschen. Drei Monate lang werden die Teams in drei Gesundheitszentren und in mobilen Kliniken im Swat-Tal Patienten behandeln. Die WHO unterstützt diese Arbeit unter anderem mit Mini Emergency Health Kits. Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder Rechenschaft abgeben - dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern wie der deutschen Bundesregierung detailliert nachgewiesen werden.
 
Achtung Redaktionen:
Alexander Bühler, Mitarbeiter von Malteser International, steht ab sofort in Pakistan für Interviews zur Verfügung
Dr. Jürgen Clemens, Pakistanreferent bei Malteser International, am Sonntag aus Pakistan zurückkehrt, steht ebenfalls für Interviews zur Verfügung.
Vermittlung: 0221/9822-125
 
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Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org

Pakistan: Malteser verstärken die Hilfe - mehr Personal, Medikamente und Lebensmittel /effizienter Einsatz gesichert

17. August 2010

Swat/Islamabad. Angesichts der weiterhin dramatischen Lage in Pakistan verstärken die Malteser ihre Hilfe im medizinischen Bereich sowie in der Lebensmittelversorgung. „Wir werden bis zu 20 weitere einheimische Kräfte – Krankenschwestern, Hebammen und Ärzte einstellen, um noch mehr Menschen direkt helfen zu können“, so Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent der Malteser, der am vergangenen Sonntag nach einem 10-tägigen Einsatz aus Pakistan zurückgekehrt ist. Bis zum Ende der Woche sind dann für die Malteser drei internationale Mitarbeiter und 50 einheimische Kräfte im Einsatz.
Alexander Bühler, Malteser Mitarbeiter aus Hamburg, ist seit gestern im Katastrophengebiet und wird morgen von Islamabad ins Swat-Tal aufbrechen: „Derzeit prüfen wir, ob die lokalen Märkte noch genügend Lebensmittel anbieten, damit wir auch Geld an die notleidenden Menschen ausgeben können und somit eine bedarfsgerechtere Versorgung gewährleisten können.“ Damit folgt Malteser International den guten Erfahrungen und Empfehlungen, die man mit diesem sogenannten „Cash&Voucher-System“ bei vergangenen Katastrophen gemacht hat. Bühler, der auch in Camps in der Nähe von Nowshera war, in denen sich bis zu 40.000 Menschen, die alles verloren haben, aufhalten, berichtet: „Die Hitze ist unerträglich und die Kinder waschen sich in allem, was irgendwie nach Wasser aussieht und flüssig ist. Weitere Durchfall- und Hauterkrankungen sind da programmiert.“
Ein weiteres Problem ist die nächtliche Kälte in der unwirtlichen Bergregion. Immer mehr Kinder, Alte und Geschwächte müssen wegen einer Lungenentzündung medizinisch behandelt werden.
Insgesamt engagieren sich die Malteser in Pakistan mit einem Projektvolumen von mehr als einer Million Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Mit Hilfe des Auswärtigen Amtes leisten sie medizinische Versorgung für die von den Fluten betroffenen Menschen. Drei Monate lang werden die Teams in drei Gesundheitszentren und in mobilen Kliniken im Swat-Tal Patienten behandeln. Die WHO unterstützt diese Arbeit unter anderem mit Mini Emergency Health Kits. Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder Rechenschaft abgeben - dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern wie der deutschen Bundesregierung detailliert nachgewiesen werden.
 
Achtung Redaktionen:
Alexander Bühler, Mitarbeiter von Malteser International, steht ab sofort in Pakistan für Interviews zur Verfügung
Dr. Jürgen Clemens, Pakistanreferent bei Malteser International, am Sonntag aus Pakistan zurückkehrt, steht ebenfalls für Interviews zur Verfügung.
Vermittlung: 0221/9822-125
 
Bildmaterial aus den mobilen Kliniken ist verfügbar unter php.malteser.de/cpg133/thumbnails.php
 
Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:
Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Flut Pakistan
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Spendenhotline: 0900 55 102030 oder online: www.aktion-deutschland-hilft.de
 
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org

Ein Medaillon bringt schnelle Hilfe

100. Hausnotruf-Teilnehmer beim Malteser Hilfsdienst in Singen

09.08.2010

Singen (mhd) Der „Funkfinger“ wirkt wie ein unscheinbares Medaillon mit einer Notruftaste: An einer Kordel um den Hals getragen, vermittelt er älteren Menschen rund um die Uhr ein sicheres Gefühl und bietet mehr Lebensqualität. Das kleine, leichte Gerät ist Teil des sogenannten Hausnotrufsystems. Der Malteser Hilfsdienst hat in Singen den 100. Hausnotruf-Teilnehmer angeschlossen.

 

Die Malteser bieten mit dem Hausnotruf rund um die Uhr Sicherheit und Service in der vertrauten Umgebung. Ideal für Menschen, die alleine leben, deren Angehörige im Urlaub sind oder an einer chronischen oder akuten Erkrankung leiden. Mit Gerät können kann jederzeit auf Knopfdruck Sprechkontakt mit den Maltesern aufgenommen werden, unabhängig davon, wo sich der Hilfesuchende in der Wohnung aufhält. Die Malteser hören ihn und sorgen für die geeignete Hilfe.

 

Die batteriebetriebenen und wasserdichten Funkfinger können auch wie eine Uhr am Armband getragen werden. Die Reichweite ist ähnlich wie bei einem tragbaren Telefon und reicht für eine normale Wohnung und den Garten aus. Ein Druck auf die große Taste aktiviert eine Sende- und Empfangsstation, die mit einer Freisprecheinrichtung ausgestattet ist. Im Gespräch der eigens hierfür vorgehaltenen Notrufzentrale lässt sich schnell die erforderliche Hilfe organisieren: Dies kann der hilfsbereite Nachbar sein oder der Rettungswagen samt Notarzt.

 

Weitere Informationen im Internet unter www.malteser-hausnotruf.de oder per Telefon unter 01805/224380 (14 Cent/min. aus dem Netz der Deutschen Telekom, Mobilfunknetze gegebenenfalls höher) oder unter 07531/8104-0.

 

Pakistan: Malteser mit mobilen Kliniken im Überschwemmungsgebiet im Einsatz

09.08.2010 17:12

Malteser mit mobilen Kliniken im Überschwemmungsgebiet im Einsatz - Impfungen und Behandlung akuter Durchfälle

 

Swat/Köln. „Wir sind heute in Mingora, und unser medizinisches Team hat in den ersten zwei Stunden bereits 125 Menschen behandelt“, berichtet Dr. Jürgen Clemens, Pakistanreferent bei Malteser International und im Moment vor Ort in Swat. „Die Menschen hier leiden vor allem unter wässrigen Durchfällen und Hauterkrankungen, Cholerafälle können wir bisher zum Glück nicht bestätigen.“ Es sind vor allem die Frauen und Kinder, die im Moment zu den mobilen Kliniken kommen.

 

An 1.000 Familien, die als Patienten zu den mobilen Kliniken kamen, gaben die Malteser inzwischen jeweils zwei 10-Liter-Wasserkanister aus. „Gerade dort, wo es bereits Krankheiten gibt, ist die sichere Aufbewahrung von Trinkwasser lebenswichtig“, erklärt Clemens. „Es ist außerdem eine Priorität, die Kinder zu schützen, deren Immunsystem schwächer ist als das der Erwachsenen. Deswegen impfen wir die Kinder gegen Masern und Tetanus, wenn wir mit einer mobilen Klinik vor Ort sind und arbeiten dazu eng mit der pakistanischen Regierung, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Organisationen zusammen.“

 

Die Menschen in Swat können die regulären Gesundheitszentren im Moment nur schwer erreichen, da Wege und Brücken zerstört sind. Deshalb verstärken die Malteser ihre medizinische Hilfe durch mobile Kliniken. Wo behandelt wird, wird jeden Tag aufs Neue nach Bedarf entschieden. Clemens blickt in die nahe Zukunft: „Wir hoffen, in dieser Woche unsere Mitarbeiter so organisieren zu können, dass wir sogar an zwei Orten parallel mobile medizinische Hilfe anbieten können.“ Das deutsche Auswärtige Amt unterstützt die medizinische Arbeit der Malteser und Verteilaktionen von Hygienematerial und anderen Nothilfegütern mit über 230.000 Euro.

 

Die Malteser leisten im Swat-Tal medizinische Nothilfe für ein Einzugsgebiet von ungefähr 70.000 Menschen. Zusätzlich versorgen sie Familien, die sich im Bereich Islampur in Schulen geflüchtet haben, mit Trinkwasser. Die Malteser sind seit 2005 kontinuierlich in Pakistan tätig, seit August 2009 unterstützen sie zurückkehrende Binnenflüchtlinge aus dem Swat-Distrikt vor allem mit der Basisgesundheitsversorgung. Derzeit sind 25 nationale und zwei internationale Mitarbeiter vor Ort im Einsatz.

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:

 

Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Flut Pakistan
Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder online: www.aktion-deutschland-hilft.de

 

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit.

Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org

Pakistan: Malteser versorgen über 1.000 Patienten am Tag

06.08.2010 18:56

Deutschsprachiger Mitarbeiter vor Ort

Islamabad/Köln. Die drei seit der Katastrophe im Swat-Tal aktiven Teams der Malteser versorgen mehr als 600 Patienten am Tag. Zusätzlich zur Arbeit in den Gesundheitsstationen versorgt ein viertes Team nun auch Verletzte und Kranke in mobilen Kliniken, die tageweise in den überfluteten Dörfern eingerichtet werden. „Wir sind sehr froh, dass wir in Swat sofort helfen konnten, da unsere medizinischen Teams schon vor der Katastrophe vor Ort waren und glücklicherweise keiner unserer Mitarbeiter direkt von den Überschwemmungen betroffen war“, berichtet Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent bei Malteser International, aus Islamabad. „Die Lage bleibt allerdings kritisch, da es weiterhin regnet“, warnt Clemens weiter.


„Die Gesundheitsstationen, von denen aus wir die Menschen auch jetzt behandeln, haben wir erst 2009 wieder instand gesetzt. Denn bereits seit August 2009 kümmern wir uns in Swat um die Basisgesundheitsversorgung der Menschen, die wegen der Kämpfe zwischen Regierungsgruppen und Taliban ihre Heimat verlassen mussten und im vergangenen Jahr wieder zurückkehrten,“ erklärt Dr. Branko Dubajic, Gesundheitskoordinator von Malteser International in Pakistan.


„Die Koordination mit anderen Organisationen und den pakistanischen Behörden funktioniert gut, im Vergleich besser als bei den vorhergehenden Katastrophen,“ berichtet Dubajic weiter. Durch ihre kontinuierliche Arbeit in Pakistan seit dem Erdbeben 2005 waren die Malteser von Anfang an in den Koordinationsgremien, die von den UN geführt werden, präsent. Inzwischen sind in Pakistan mehr als vier Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen.


Die Malteser leisten im Swat-Tal mit vier Teams medizinische Nothilfe für ein Einzugsgebiet von 10.000 Menschen.  Zusätzlich bereiten sie die Versorgung von 200 Familien, die sich im Bereich Islampur in Schulen geflüchtet haben, mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln vor. Weiterhin verteilen sie an 2.000 besonders schwer betroffene Familien in den Distrikten Swat und Kohistan Hygienematerial und andere Hilfsgüter wie Kochutensilien und Plastikplanen.


Die Malteser sind seit 2005 kontinuierlich in Pakistan tätig, seit August 2009 unterstützen sie zurückkehrende Binnenflüchtlinge aus dem Swat-Distrikt vor allem mit der Basisgesundheitsversorgung. Derzeit sind 25 nationale und zwei internationale Mitarbeiter vor Ort im Einsatz.
Achtung Redaktionen: Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent bei Malteser International, steht in Pakistan für Interviews zur Verfügung. Vermittlung: 0221/9822-125
 
Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:


Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Flut Pakistan
Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder online: www.aktion-deutschland-hilft.de
 
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: http://www.malteser-international.org und http://www.orderofmalta.org

An der Löffelmühle greifen Rädchen ineinander

Erschienen: Schwäbische Zeitung 04.08.2010 15:25
 

(BERGATREUTE/sz) Ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeugen ist vor kurzem bei der Löffelmühle in Bergatreute gestanden. Der Grund dafür war eine technische Übung der freiwilligen Feuerwehrgruppen Bergatreute und Baienfurt gemeinsam mit der SEG-Gruppe der Malteser. Angenommen wurde ein Brand in der Getreidemühle während einer Betriebsführung für eine Schulklasse.

 

Beide Wehren aus Bergatreute und Baienfurt rückten an und hatten den fiktiven Brand in kurzer Zeit im Griff. Die problemlose Kooperation der beiden Wehren ermöglichte die schnelle Rettung der Eingeschlossenen. Auch ein erfahrener Trümmersuchhund mit seinem Führer Dr. Thomas Höll war zur Suche der Opfer eingesetzt. Auf sicherer Pfote lenkte er die Retter zu den angenommenen Opfern. Sofort nach der Rettung aus dem verrauchten Gebäude übernahmen die Einsatzkräfte der Sanitäter die Menschen und versorgten sie zügig im zuvor schnell aufgeschlagenen Zelt.

Viele Bürger waren zu dieser Übung gekommen, um die Zusammenarbeit mehrerer Rettungsgruppen im Schonraum zu beobachten. Auch Bürgermeister Helmfried Schäfer hatte es sich nicht nehmen lassen, die Übung vor Ort zu beobachten. Feuerwehrkommandant Martin Schrott führte ihn in das völlig verrauchte Gebäude und ließ ihn erleben, mit welchen Problemen, wie zum Beispiel Orientierungslosigkeit wegen Sichtbehinderung durch Rauch, die Rettungskräfte selbst zu kämpfen haben. Sichtlich beeindruckt verfolgte der den weiteren Verlauf der Übung.

Die Idee, die hinter dieser gemeinsamen Großübung der Feuerwehren aus Bergatreute und Baienfurt gemeinsam mit der Sondereinsatzgruppe (SEG) des Malterser Hilfsdienstes steckte, war nicht nur die Bündelung der Fachkenntnisse und der Materialien, sondern auch eine geplante Bedarfserhebung der Feuerwehr Bergatreute. Anhand einer solchen Übung könnten die Verantwortlichen deutlich erkennen, welche Utensilien zur schnellen und sicheren Brandbekämpfung und Rettung in der eigenen Gemeinde noch benötigt werden, so Kommandant Schrott abschließend.

Pakistan: Mehr als 400.000 Menschen von Überflutungen betroffen

30.07.2010 18:55

Malteser leisten medizinische Nothilfe im Swat-Tal

Swat/Köln. Mit drei medizinischen Teams, die jeweils aus einem Arzt, einer Hebamme, einem Arzthelfer und einem Hygieneberater bestehen, leisten die Malteser Nothilfe für rund 10.000 von den schweren Überflutungen betroffene Familien im Swat-Distrikt. Außerdem werden die Teams Wasseraufbereitungstabletten und 1.000 Hygiene-Kits verteilen. Diese Kits enthalten unter anderem Zahnbürsten und -pasta, Seife, Shampoo, Handtücher, Trinkwasserkanister, Waschmittel sowie Hygiene-Utensilien. Die Helfer beraten die Hochwasser-Betroffenen über richtiges hygienisches Verhalten in Überschwemmungssituationen, um das Ausmaß von wasserinduzierten Erkrankungen wie Durchfall zu verringern. Die Fluthilfe der Malteser in Pakistan wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.


„Die Gefahr, dass sich jetzt durch Wasser übertragene Krankheiten verbreiten oder im Extremfall sogar eine Cholera-Epidemie ausbricht, ist groß“, warnt Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienstes. „Die an sich schon schwierige Gesundheits- und Hygienesituation der Menschen wird durch die schweren Überschwemmungen noch verschlimmert. Viele Menschen haben kein Dach mehr über dem Kopf und sind von den Fluten eingeschlossen. Am härtesten trifft diese Katastrophe wie so oft die Armen, die in den Überflutungsgebieten leben.“


Es ist Monsunzeit in Asien, doch dieses Jahr sind die Regenfälle in Pakistan sehr viel heftiger als gewohnt. Allein in der Region Khyber Pakhtunkhwa sind laut UN mindestens 400.000 Menschen von den schlimmen Überschwemmungen seit 1929 betroffen. Die heftigen Regenfälle führten zu Überschwemmungen, die Häuser, Straßen und Brücken beschädigten und bereits mehr als 300 Menschen mit in den Tod rissen.
Malteser International ist seit dem Erdbeben 2005 in Pakistan aktiv. Neben Projekten zur Katastrophenvorsorge leisten die Malteser medizinische Hilfe für in das Swat-Tal zurückgekehrte Binnenflüchtlinge und engagieren sich für die Basisgesundheitsversorgung in den abgelegenen Regionen der Khyber Pakhtunkhwa Provinz. Zurzeit arbeiten dort ein internationaler und 25 lokale Mitarbeiter.


Die Malteser rufen zu Spenden für ihre Nothilfe in Pakistan auf:
Spendenkonto 120 120 120, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00),
Stichwort: Pakistan
Online-Spenden: www.malteser-spenden.de
 
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org

Loveparade 2010: Malteser Krankenhäuser helfen bei dramatischem Verlauf

26.07.2010 16:33

Die Loveparade 2010, die ein friedliches Fest werden sollte, hat am Samstagabend einen dramatischen Verlauf genommen. Nachdem gegen 17.45 Uhr in der Karl-Lehr-Straße eine Massenpanik ausbrach, wurden die zahlreichen Verletzten in die umliegenden Duisburger Krankenhäuser gebracht.

Die Duisburger Malteser Krankenhäuser betreuten dabei rund 90 Teilnehmer der Loveparade. Neben der medizinischen Versorgung betreuten Seelsorger in beiden Krankenhäusern die traumatisierten Patienten und deren Angehörigen psychologisch. Viele Leichtverletzte konnten von erleichterten Angehörigen abgeholt werden, die von den Mitarbeitern teilweise aus weiter Entfernung nach Duisburg gelotst werden mussten.

Das Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen versorgte dabei neben den erwarteten Notfällen etwa 60 Teilnehmer der Loveparade. Knapp 30 Patienten mussten stationär im Krankenhaus bleiben, davon einige auf der Intensivstation. Die Intensivkapazitäten waren in der planmäßigen Vorbereitung auf die Loveparade für den Katastrophenfall deutlich erweitert worden. Die eingelieferten Patienten wiesen verschiedenste Verletzungen auf: Neben der Versorgung der Leichtverletzten, die zum Beispiel mit Verstauchungen und Prellungen eingeliefert wurden, mussten auch einige Brüche, zum Beispiel Gesichts- und Unterschenkelfrakturen, operiert werden.

Einige der Raver waren trotz des Hinweises mit ungeeignetem Schuhwerk auf dem Schotterplatz unterwegs, Schnittverletzungen waren die Folge. Daneben wurden auch Patienten mit erhöhtem Alkohol- und/oder Drogenkonsum eingeliefert. In der HNO-Ambulanz wurden weniger Patienten als erwartet behandelt. Ein Grund wird darin vermutet, dass viele Teilnehmer doch auf den Rat der Experten hörten und Ohrschutz verwendeten.

Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg versorgte rund 30 verletzte Raver, darunter auch Schwerverletzte mit Rippenbrüchen und Bauchtraumen. Die häufigsten Diagnosen waren unterschiedlich schwere Quetschungen und Schnittwunden. Auch in Homberg mussten einige Patienten mit erhöhtem Alkohol- und/oder Drogenkonsum behandelt werden. Viel zu tun hatte auch die Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, die zahlreiche Verletzte nach Schlägereien oder Stürzen versorgen musste.

Für den Einsatz hatten sich die Malteser Krankenhäuser gut vorbereitet: Mehr als 50 Mitarbeiter aus Medizin, Pflege, Logistik und Administration waren zusätzlich im Einsatz und die Kapazitäten der Notaufnahmen wurden durch Zelte deutlich erweitert. Nachdem die Medien über die eskalierte Situation berichtete, eilten viele Mitarbeiter, die nicht zum Rufdienst eingeteilt waren, in die Malteser Krankenhäuser und unterstützen die vorhandenen Kollegen bis weit in die Morgenstunden.

 "Der Verlauf der Loveparade ist schrecklich. Wir fühlen mit den Angehörigen der Getöteten und mit den vielen Verletzten“, sagt Professor Andreas Lahm, Klinikdirektor der beiden Krankenhäuser.

Malteser trauern um die Opfer der Loveparade

24.07.2010 16:21


Duisburg. Mit großer Bertroffenheit haben die Malteser auf die Toten und Verletzten während der Loveparade reagiert. Die Malteser trauern um die Toten. Unser Gebet gilt auch den Angehörigen der Opfer.
Nach ersten Angaben waren bei einer Massenpankik am Veranstaltungsort in Duisburg fünfzehn Menschen zu Tode gekommen, rund 80 verletzt worden.
Die Malteser, die zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfallhilfe und dem Arbeiter-Samariter-Bund den Sanitätsdienst übernehmen, bemühen sich mit allen vor Ort verfügbaren Kräften um eine gute Versorgung von Verletzten und Hilfesuchenden.

Malteser: Betreute Nachmittage für Senioren

24.07.2010 16:20


Der Malteser Hilfsdienst bietet dreimal wöchentlich betreute Seniorennachmittage an. Montags, mittwochs und donnerstags treffen sich Interessierte von 14 bis 17 Uhr in den Räumen der Pfarrgemeinde Maria Hilf.

 

Der Malteser Hilfsdienst bietet dreimal wöchentlich betreute Seniorennachmittage an. Montags, mittwochs und donnerstags treffen sich Interessierte von 14 bis 17 Uhr in den Räumen der Pfarrgemeinde Maria Hilf. Bei den Nachmittagen wird gesungen, gelesen und gebastelt, es gibt Gymnastik, Rätselspiele und Besuch von den Malteser-Besuchshunden. Die Malteser organisieren auch ein Sommerfest und kleine Ausflüge. Wer nicht mobil ist, erhält Unterstützung durch den Fahrdienst. Der Beitrag für einen Nachmittag inklusive Fahrt und Verpflegung beträgt 15 Euro (mit Pflegeversicherung 25 Euro). Unter bestimmten Bedingungen können diese mit der Betreuungskasse der Pflegeversicherung abgerechnet werden. Weitere Information gibt es unter Telefonnummer 07531/810 40.

Bildungspartnerschaft – eine Win-Win-Situation

19.07.2010 12:00

Bildungspartnerschaft

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz, des Malteser Hilfsdienstes und der IHK Hochrhein-Bodensee.

Die Werkrealschule der Geschwister Scholl-Schule und der Malteser Hilfsdienst vereinbaren eine Bildungspartnerschaft

Konstanz (mhd) Angeregt durch die Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee haben die Direktorin der Geschwister Scholl-Schule in Konstanz, Anja Schuler, und der Bezirksgeschäftsführer der Malteser Bodensee, Jürgen Raupp, am 19. Juli 2010 einen Vertrag zur Bildungspartnerschaft zwischen beiden Einrichtungen unterzeichnet.

Grundlage dieser Initiative ist die 2008 zwischen den Verbänden der Wirtschaft und der Landesregierung geschlossene „Vereinbarung über den Ausbau von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen“.

 

„Wir wollen unsere Schüler noch besser auf ihr Berufsleben vorbereiten und ihre soziale Kompetenz stärken“, so Anja Schuler, „deshalb freuen wir uns ganz besonders über die Bildungspartnerschaft mit einer gemeinnützigen Einrichtung.“ Die Werkrealschule will sich mit ihren Schülern im sozialen Ehrenamt engagieren und Einblick in das Leben älterer und behinderter Mitbürger verschaffen. „Es ist wichtig, den Blick unserer Schülerinnen und Schüler auch für Menschen in anderen Lebenssituationen zu schärfen“, so Frau Schuler.


Die Malteser bringen viel in die Partnerschaft ein. So sind die Bereitstellung von Praktikumsplätzen, die Einbindung in die offene Jugendarbeit, Projekte gegen Mobbing und Gewalt an Schulen und die Unterstützung bei der Realisierung des neuen Wahlpflichtfaches Gesundheit und Soziales im Vertrag vereinbart.
„Aber wir erwarten auch etwas von unserer Partnerschule“, erklärt Jürgen Raupp, der Bezirksgeschäftsführer der Malteser im Bodenseeraum. „Wir haben die Direktorin und einen Teil des Lehrerkollegiums als lebendige, interessierte Menschen kennengelernt, die ihren Schülern viel auf ihrem Lebensweg mitgeben möchten. Deshalb hoffen wir auf eine lebhafte und aktive Partnerschaft.“ Dass diese Hoffnung sich wohl erfüllen wird, hat eine Lehrerfortbildung an der GSS letzte Woche gezeigt. Jürgen Raupp hat kurzfristig und unbürokratisch einen Vortrag zum Thema Gesundheit und Soziales und mögliche Gestaltungsmöglichkeiten für Schulen im Landkreis Konstanz gehalten.


Petra Elze, Lehrerin der GSS und zuständig für Bildungspartnerschaften beim Staatlichen Schulamt Konstanz dazu: „Wir sind gespannt, was die Bildungspartnerschaft im neuen Schuljahr für uns alle bringt und sind sicher, dass der heutige Tag der Start in eine langfristige Zusammenarbeit zwischen uns und den Maltesern ist.“
Ein kleiner Festakt, an dem Vertreter der IHK, der Geschwister-Scholl-Schule und des Malteser Hilfsdienstes teilnahmen, bot den richtigen Rahmen für ein erstes Kennenlernen aller Beteiligten und einen regen Austausch über die geplanten Projekte.

Sommerferien: Malteser haben noch Plätze für Amrum

12.07.2010

Für die Kinderfreizeit der Malteser Jugend Konstanz von 2. bis 24. August auf der Nordseeinsel Amrum sind noch wenige Plätze frei. Teilnehmen können Kinder von 7-13 Jahren aus ganz Baden-Württemberg.
Die Freizeit ist nach Malteser-Angaben die einzige ihrer Art im Bodenseeraum, die durch ihr inhaltliches Konzept sowie ihre Länge von 23 Tagen besonders berufstätigen oder allein erziehenden Eltern die Möglichkeit bietet, ihre Kinder drei Wochen lang gut versorgt zu wissen. Weitere Informationen: Telefon 0 75 31 / 8 10 40.

Malteser Halbjahresbericht Haiti - Neuanfang mit den Haitianern

Beate Maaß, Programmkoordinatorin für Malteser International in Haiti

09.07.2010

 

Beate Maaß, Programmkoordinatorin für Malteser International in Haiti

 

Köln/Port-au-Prince. Mit Wiederaufbau ist es nicht getan – die Haitianer stehen vor einem gigantischen Neuaufbau ihres Landes. Damit der Neuanfang zur Chance für Haiti wird, kommt es jetzt im Nachgang zur Soforthilfe darauf an, dass die Menschen eine schnell spürbare Verbesserung ihrer Lebensumstände erfahren und an der Entwicklung der Programme teilhaben und mitwirken können.
 Das bedeutet kurzfristig noch immer: den Zugang zu Basisgesundheitsdiensten und Trinkwasser schaffen, in gemeinsamer Anstrengung den Schutt wegräumen und die Schäden beheben und Übergangshäuser für mehr als eine Million Haitianer bauen, die zu Obdachlosen geworden sind. Die Malteser haben für die Hilfe in diesem Jahr rund 2,3 Millionen Euro eingeplant.

Im Folgenden eine Zusammenfassung, wie die Malteser derzeit Hilfe leisten:


Wasser und Sanitär

Malteser International betreut mit seinen Partnern in der Region Petit Goave drei Wasseraufbereitungsanlagen und hat 700 Familien mit Wasserbehältern und Hygienekits versorgt. Dort wie auch in der Region Léogâne werden die Gemeinden und Schulklassen in Kampagnen über die Zusammenhänge von Hygiene und Gesundheit informiert. Mit den Bewohnern planen die Malteser, wie den Menschen dauerhaft sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen zur Verfügung stehen.

 

Gesundheit

Malteser International konnte bereits wenige Tage nach dem Erdbeben mit einem Team die medizinische Not- und Basisversorgung im teilweise erhaltenen Spital „Saint Francois de Salle“ in Port-au-Prince aufnehmen. Durch zwei temporäre Gesundheitszentren und mit zwei mobilen Gesundheitsteams wird auch im Léogâne-Distrikt die Bevölkerung medizinisch versorgt. Seit dem 14 Januar 2010 konnten rund 16.000 Menschen in den beiden Gesundheitszentren und mehr als 4.000 Menschen in den entlegenen Gebieten im Hinterland dank der mobilen Teams untersucht, behandelt und mit Medikamenten versorgt werden.

Einen Schwerpunkt bildet die Mutter-Kind-Gesundheit mit einer besseren vor- und nachgeburtlichen Versorgung, der Ausbildung von Hilfshebammen und der Organisation von Mütter-Selbsthilfegruppen in den Dörfern. Um die hohe Zahl der erkrankten und sterbenden Kinder und Mütter zu senken, werden Frauen in Fragen der Hygieneerziehung und Ernährungsberatung geschult. Zudem wurden bereits 1.000 Kinder geimpft.

 

Schulen und Häuser

Malteser International errichtet 30 provisorische Klassenzimmer mit Sanitäranlagen im Distrikt Léogâne. 1.500 Schüler erhalten Schulpakete (Taschen, Hefte, Stifte und anderes Lehrmaterial); bis September überbrücken die Malteser die Zahlung der Gehälter für die Lehrer.

 

Einkommensförderung („Cash for work“), Bildung

Die Menschen im Katastrophengebiet haben kaum die Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen und ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen. Im Rahmen von sog. „Cash for work“-Maßnahmen werden sie angestellt und räumen zum Beispiel Schutt von Zufahrtswegen.  Die Maßnahmen werden mit der Dorfgemeinsschaft abgestimmt. Mittelfristig plant Malteser International in Kooperation mit einem lokalen Partner den Wiederaufbau einer Berufsschule in Darbonne, um gerade den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine neue Perspektive zu geben, langfristig Einkommensmöglichkeiten zu eröffnen und so ihre Fähigkeit zur Selbsthilfe zu erhöhen.

 

Katastrophenprävention

Malteser International arbeitet an der Errichtung eines Netzwerks aus funktionierenden und auf den Katastrophenfall vorbereiteten Gesundheitseinrichtungen, wie beispielsweise Krankenhäuser, und Teams, bestehend aus Mitarbeitern der Einrichtungen und dezentral agierenden Helfern, die für das Netzwerk ausgebildet werden, in Port-au-Prince, im Distrikt Léogâne, Petit Goave und Milot. Zudem wurde bereits in Port-au-Prince ein Erdbebenfrühwarnsystem installiert.

 

Allgemeine Beurteilung

Haiti war schon vor dem Erdbeben ein extrem armer Staat. Das Land galt als das ärmste der westlichen Hemisphäre. Die Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen war schlecht, viele Menschen hungerten und konnten sich die Lebensmittel nicht leisten. Der durchschnittliche Schulbesuch eines Kindes war unregelmäßig und die Teilhabe an politischen Prozessen in einem von Willkür und Korruption geprägten Alltag kaum gegeben. Diesen Teufelskreis aus Gewalt, Misstrauen und Armut in Anbetracht einer gleichzeitigen Großkatastrophe zu durchbrechen, stellt die Hilfsorganisationen vor große Herausforderungen.  Natürlich geht manches zu langsam. Aber insgesamt nicht langsamer als nach vergleichbaren Großkatastrophen in der Vergangenheit. „Haiti soll nach der Katastrophe besser dastehen als vorher“, nennt Beate Maass, Programmkoordinatorin vor Ort, das entwicklungspolitische Ziel.„Wann das erreicht ist, vermag kein Experte vorherzusagen, so Maaß. Aber: „Die Haitianer sehen unsere Zusammenarbeit sehr positiv, weil sie bei uns feststellen, dass auf Worte Taten folgen.“

 

Die Malteser sind auch weiterhin dankbar für Spenden zur Weiterführung ihrer Arbeit in Haiti:

Spendenkonto 120 120 120, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00),

Stichwort: Erdbeben Haiti

Online-Spenden: www.malteser-spenden.de

Vorsicht vor der Hitze im Auto - Malteser: Wasser ist so wichtig wie Benzin

09.07.2010

Köln. Wenn Autofahrer sich jetzt ans Steuer setzen, sollten sie immer etwas zu trinken dabei haben. "Eine Flasche Wasser im Auto ist so wichtig wie das Benzin im Tank", sagt Stefan Markus, Referatsleiter Erste Hilfe des Malteser Hilfsdienstes.

So schön der Sonnenschein ist, so schnell können seine Folgen im Auto unangenehm werden. Kopfschmerzen, Dehydrierung, Übelkeit bis hin zum Sonnenstich und plötzlicher Fahruntauglichkeit. Die Malteser geben sechs wichtige Ratschläge:

1. Ausreichend Flüssigkeit - am besten Wasser ohne Sprudekl - im Auto mitnehmen. Besonders bei Fahrten über die Autobahn sollten sie auf ausreichende Versorgung aller Fahrzeuginsassen achten. Schon ein Stau kann zu langen Wartezeiten führen.

2. Klimaanlage einschalten, aber nicht zu stark abkühlen. Die ideale Temperatur liegt bei rund 20 Grad. Zu große Temperaturunterschiede kann der Körper nicht ausgleichen, eine Erkältung kann die Folge sein.

3. Wer keine Klimaanlage hat und längere Fahrten über die Autobahn plant, sollte immer mal wieder ein feuchtes Tuch in den Nacken legen. Sorgen sie für eine ausreichende Lüftung.

4. Fahren sie angemessen. Die Hitze erhöht die Reaktionszeit - auch der anderen Autofahrer. Fahrfehler passieren jetzt häufiger. Machen sir öfters Pausen.

5. Lassen sie Kinder nicht in der direkten Sonne sitzen, auch nicht im Cabrio; denn einen Stonnenstich kann es auch geben, obwohl der Fahrtwind ein kühles Gefühl vermittelt. Entscheidend ist wie beim Sonnenbrand die Intesität der Sonneneinstrahlung. Befestigen sie für hinten sitzende Kinder Schutzmatten an den Fenstern.

6. Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten ihren Arzt nach Besonderheiten oder Wecheslwirkungen befragen. Zum Beispiel müssen blutdrucksenkende Medikamente oft etwas reduziert werden. Grund ist, dass die Wärme den Blutdruck zusätzlich senken kann.

FSJ stärkt Selbstvertrauen

02.07.2010 12:30

Sarah Genz ist als Erste-Hilfe-Ausbilderin tätig Malteser bieten Stellen im Freiwilligen Soziales Jahr

Konstanz (mhd) "Durch diese Arbeit habe ich viel mehr Selbstvertrauen als früher", erzählt Sarah Genz, die sich beim Malteser Hilfsdienst für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) verpflichtet hat. Die 22-Jährige ist als Erste-Hilfe-Ausbilderin tätig.

Sie ist unter anderem zuständig für den Schulsanitätsdienst und sie hält öffentliche Kurse ab und bildet in Firmen Betriebshelfer aus. Dass sie manchmal an Wochenenden arbeiten muss, mache ihr nichts aus, berichtet Sarah Genz, die von sich sagt, dass sie ein "Konstanzer Frichtle" sei.
Mit 14 Jahren habe sie in der Pathologie ein Praktikum gemacht, erzählt sie weiter. Für Medizin, insbesondere für Gerichtsmedizin habe sie sich schon immer interessiert, ergänzt sie.

"Die Arbeit bei den Maltesern bereitet mir viel Spaß und ist sehr abwechslungsreich", berichtet sie. Es sei toll, so viele unterschiedliche Leute kennen zu lernen, ergänzt die junge Frau. Einmal hat sie im Cinestar einen Kurs für die dortigen Mitarbeiter gehalten.
Ihre Powerpoint-Präsentation war auf der riesigen Leinwand zu sehen.
"Das war cool", schwärmt sie. Obwohl Sarah Genz im Berufskolleg Wirtschaft die Fachhochschulreife erworben hat und Physikalisch Technische Assistentin ist, kann sie sich nach ihren Erfahrungen bei den Maltesern einen ganz anderen Beruf vorstellen: Nach ihrem FSJ würde sie sich gerne zum Rettungsassistenten ausbilden lassen, erzählt sie. "Ich möchte etwas Gutes für die Menschen tun", begründet sie ihren Wunsch.
Dazu dürfte auch beigetragen habe, dass ein Teilnehmerin in einem ihrer Kurse einen epileptischen Anfall bekam, und sie den Notarzt und Rettungsdienst rufen musste.

Noch bevor Sarah Genz Ende Oktober aufhören wird, beginnt für Jürgen Raupp, dem Geschäftsführer des Malteser Bezirks Bodensee, die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. "Das wird nicht einfach", erklärt Raupp. Denn auch die Malteser müssen die Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes auffangen. Für sechs Monate lohne es kaum, jemanden mit einer neuen Aufgabe zu betreuen, denn nach der Einarbeitungszeit und dem Urlaub bleibe kaum noch produktiv nutzbare Zeit übrig, klagt der Geschäftsführer. Als geeigneten Ersatz sieht Raupp den vermehrten Einsatz von FSJlern. Diese können sich für zwölf bis 18 Monate bei den Maltesern verpflichten.

Wünsche und Bedürfnisse von Demenzpatienten

Franz Brunner kämmt seiner Frau Alice das Haar. Zusammen mit seinem Sohn Philipp kümmert er sich um seine Ehefrau, die an Alzheimer erkrankt ist.

08.06.2010 16:40

Konstanz – Alice Brunner lebt für sich in einer eigenen Welt, zu der niemand anderer wirklich Zutritt hat. Die Erkrankung machte sie zu einem Pflegefall. Für Ehemann Franz und Sohn Philipp ist das keine einfache Situation. Die persönlichen Umstände beider erlauben es, die Ehefrau und Mutter daheim in ihrer gewohnten Umgebung zu pflegen. Aber der tägliche Umgang mit der Kranken ist anstrengend. Besonders schwierig ist es, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzuschätzen und die angemessenen Reaktionen darauf parat zu haben.

Vater und Sohn Brunner hatten sich daher entschlossen, an einem Demenzbegleiter-Kurs teilzunehmen, den der Malteser Hilfsdienst mehrmals im Jahr anbietet. Der Lehrgang richtet sich außer an Familienangehörige auch an alle Berufsgruppen, die mit älteren Menschen zu tun haben, sei es als Fahrer im Fahrdienst oder als Pflegekraft in einem Heim.

Zahl und Dauer der Kurstermine sahen die beiden Selbstständigen anfangs als kritisch an. „Aber wir haben es nicht bereut“, verkünden beide einmütig. „Mich hat schlussendlich motiviert, dass ich meine Mutter besser verstehen lerne“, erklärt der 42-jährige Sohn. Den Umgang mit ihr könne er nun fachlich richtig gestalten. Gut gemeint könne manchmal falsch sein.

Franz Brunner kennt nun seine eigenen Grenzen und die seiner Frau besser: „Ich weiß nun, wie ich ihren Widerstand vermeiden kann“, erzählt der 82-Jährige. Das gelte auch für Pflegepersonal, das unter enormem Zeitdruck arbeiten müsse, berichtet er weiter. „Das dürfen sie sich aber nicht anmerken lassen, sonst ist es vorbei“, beschreibt Franz Brunner die Schwierigkeit, sich der Mitarbeit der Erkrankten zu versichern. Dabei hilft die sogenannte Validation. „Die Wertschätzung, die sie ihrem Gegenüber zukommen lassen, hilft das gewünschte Anliegen zu vermitteln“, beschreibt Philipp Brunner einen Teil der Vorgehensweise.

Informationen und Termine im Internet:

www.malteser-konstanz.de

Der Lehrgang

08.06.2010

Der Umgang mit dementen Patienten stellt für Angehörige und professionelle Helfer eine Herausforderung dar.

Der Lehrgang „Demenzkranke verstehen und begleiten“ vermittelt Kenntnisse und Methoden, die es ermöglichen sollen, ältere und verwirrte Menschen in ihrer Selbstständigkeit und in ihrem Denken und Handeln individuell zu fördern (ab 20. September). Ergänzend dazu bieten die Malteser Kurse in häuslicher Krankenpflege an, die pflegerische Besonderheiten bei der Betreuung demenzkranker Menschen vermitteln (ab 28. Juni). Telefonische Anmeldungen unter Tel. 07531/8 10 40.

Malteser erhalten Dekra-Siegel

29.04.2010

 

Als einer der ersten sozialunternehmerischen Dienstleister hat der Malteser Hilfsdienst im Bezirk Bodensee gestern das Qualitätssiegel „Sichere Beförderung von Menschen mit Behinderung“ von der Dekra verliehen bekommen. Dafür haben sich die Malteser freiwillig einem Qualitätsverfahren – das organisatorische und technische Verbesserungen beinhaltet – unterzogen.

Das Ziel war die Erhöhung der Zufriedenheit bei Mitarbeitern und Kunden. Das Dekra-Siegel ist auf den Fahrzeugen der Malteser angebracht. (suk)

Siegel bescheinigt Fahrdiensten hohe Qualität

27.04.2010 01:00

Siegel bescheinigt Qualität der Fahrdienste

Jürgen Raupp (von links), Geschäftsführer des Bezirks Bodensee, freut sich über das Qualitätssiegel „Sichere Beförderung von Menschen mit Behinderungen“, das ihm Michael Hoffmann, Leiter der Dekra -Niederlassung Singen, überreicht.

Konstanz (mhd) „Ihre Fahrzeuge sind sicher, ihre Betriebsabläufe optimal und die Fahrer sind sehr gut auf die Fahrgäste eingestellt“: Diese Beurteilung bekam der Fahrdienst der Malteser Geschäftsstelle Konstanz nach einem aufwendigen Prüfverfahren schriftlich. Betriebsorganisation und Ausbildung der rund 40 Mitarbeiter waren unter anderem Gegenstand der Prüfung, der sich die Malteser freiwillig unterzogen. Auch der Fuhrpark, der bei den Konstanzern Kleinbusse und Autos umfasst, wurde begutachtet.

Als dem ersten sozialunternehmerischen Dienstleister im Bodenseeraum überreichte Michael Hoffmann, Leiter der Dekra -Niederlassung Singen, dem Malteser Hilfsdienst das Qualitätssiegel „Sichere Beförderung von Menschen mit Behinderungen“. Die Malteser sind in Konstanz im Landkreis unter anderem im Fahrdienst aktiv. Dass es ihnen mit dem Zertifikat gelungen ist, ihren hohen Qualitätsstandard durch einen externen Prüfer dokumentieren zu lassen, freut Jürgen Raupp, den Geschäftsführer des Bezirks Bodensee, besonders.

Dekra-Mitarbeiter nahmen die Konstanzer Dienststelle in Sachen Fahrdienstplanung, Fahrerauswahl, Aus- und Weiterbildung der Fahrer, Arbeitssicherheit und Ausstattung der Fahrzeuge, Wartung und Instandsetzung sowie Einhaltung gesetzlicher Prüffristen unter die Lupe. Sie beurteilten auch die Einhaltung rechtlicher Vorgaben hinsichtlich Sozialversicherung und Personenbeförderung. Michael Hoffmann bestätigt: „Nicht jeder, der die Zertifizierung anstrebt, bekommt sie auch. Die Malteser Fahrdienste gehören bundesweit zu den Ersten, die sich diesem Prüfungsverfahren stellten.“

Vor allem kommunale und öffentliche Einrichtungen wie Werkstätten und Schulen beauftragen die Malteser mit der Personenbeförderung, die freundliche und hoch motivierte Mitarbeiter ausführen. „Bevor sie aber Behinderte und Kinder befördern dürfen, müssen sie sich einer umfangreichen Schulung unterziehen“, betont Raupp. Dabei werde nicht nur erklärt, wie ein Rollstuhl fachgerecht im Fahrzeug befestigt wird, sondern auch, wie mit kranken, alten oder behinderten Menschen umzugehen sei. Es gehe den Maltesern nicht nur um die Technik, sondern auch darum, die Mitarbeiter für dieses Thema zu sensibilisieren, so der Geschäftsführer.

Auch gehören Regelungen zur Erreichbarkeit und ein schneller Informationsfluss bei Betriebsstörungen oder Notfällen dazu. Hierfür liegen in der Zentrale verschiedene Verfahrensanweisungen für Notfälle und unerwartete Schwierigkeiten bereit. So wird immer gewährleistet, dass eine hohe Qualität des Malteser Fahrdienstes erreicht wird.

Schulung erleichtert Umgang mit Demenz

Die Teilnehmer und Ausbilder des Malteser Demenzbegleiter-Kurses haben trotz des ernsten Themas allen Grund zum Lachen, denn das Gelernte erleichtert ihnen zukünftig den Umgang mit Demenzkranken.

26.04.2010


Malteser bieten Lehrgang „Demenzkranke verstehen und begleiten“ an – 200 Mitarbeiter werden geschult

Konstanz (mhd) „Weltweit ist die Zahl der Demenz-Kranken stetig steigend; in Deutschland sind es derzeit rund 1,2 Millionen“, erklärt Jürgen Raupp, Geschäftsführer der Malteser im Bezirk Bodensee. Daher werden die Malteser in den kommenden zwei Jahren rund 200 hauptamtliche Mitarbeiter zu diesem Thema schulen.

Der Lehrgang „Demenzkranke verstehen und begleiten“ wendet sich auch pflegende Angehörige sowie Menschen, die Kontakt mit dementiell erkrankten Menschen haben. Die Malteser sind im Kreis Konstanz die einzigen, die einen öffentlichen Kurs hierfür regelmäßig anbieten. An dem ersten Kurs nahmen 14 Personen teil. „Ich bin bei meinem Praktikum in einem Altenpflegeheim an meine Grenzen gestoßen“, begründet Andrea Harder aus Bietingen ihren Lehrgangsbesuch. Marianne Schmidt aus Konstanz ist Pflegehelferin und plant Gruppennachmittage für Demenzkranke. Barbara Hämmerle-Hagel, ebenfalls aus Konstanz, möchte „für den Fall eines Falles gerüstet sein“. „Man kann im Umgang mit Demenzkranken viele Fehler machen. Der Lehrgang vermittelt mir ein sicheres Gefühl“, erzählt sie weiter. Gerd Kirchschlager aus Friedrichshafen ist im Malteser Fahrdienst beschäftigt. „Ich war schon öfters hilflos“, bekennt er. „Ich kann zukünftig damit besser umgehen“, freut er sich über den Erfolg. Silke Witt,
gleichfalls aus Friedrichshafen, besucht bei ihren hauswirtschaftlichen Tätigkeiten Menschen mit leichten dementiellen Störungen und gewinnt nun mehr Sicherheit beim Umgang mit ihnen.

Der Lehrgang vermittelt neben Informationen zur eigentlichen Krankheit Kenntnisse und Methoden, die es ermöglichen sollen, dementiell erkrankte Menschen in ihrer Selbstständigkeit und in ihrem Denken und Handeln individuell zu fördern.

Der nächste öffentliche Lehrgang wird im März stattfinden, kündigt Lehrgangsleiterin Marion Götz an. Er umfasst 40 Unterrichtseinheiten (30 Zeitstunden) und wird abends unter der Woche sowie an einem Samstag abgehalten. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.malteser-konstanz.de, per E-Mail unter ausbildung[at]malteser-konstanz.de oder telefonisch unter 07531/8104-0.

Hilfe für einsame Menschen

 

20.04.2010

Konstanz – „Wer zusammen in ein Boot steigt, will dasselbe tun“, zitierte Wolfgang Stoiber, Stadtbeauftragter der Malteser, ein afrikanisches Sprichwort. Damit wolle er die gute Zusammenarbeit ehrenamtlicher und hauptamtlicher Kräfte bei den Konstanzer Maltesern umschreiben, sagte Stoiber bei einem Stehempfang in der Dienststelle an der Friedrichsstraße.So zeigte sich auch Sozialbürgermeister Claus Boldt „außerordentlich beeindruckt“ von der vielfältigen Arbeit der Malteser.

Er lobte insbesondere die Angebote, die vereinsamten Menschen helfen, Kontakt mit der Außenwelt zu bekommen. „Für jüngere Menschen sei es oft nicht vorstellbar, dass Ältere niemanden haben, der sich um sie kümmert“, ergänzte er. „Unsere Mitarbeiter sind oftmals die einzigen Ansprechpartner“, erklärte Stefan Senn, Stellvertretender Geschäftsführer des Malteser Bezirks Bodensee.

Christoph Klausmann von der Diözesangeschäftsstelle in Freiburg, selbst langjähriges Mitglied in Konstanz, überreichte Daniel Schlegel die Malteser Verdienstmedaille in Gold. Von 2005 bis Anfang dieses Jahres leitete Schlegel das Referat Breitenausbildung. Neben weiteren Tätigkeiten organisiert er seit dem Jahr 2000 jährlich die beliebte Kinder- und Jugendfreizeit auf der Nordseeinsel Amrum.

Manuel Weih und Susanne Robitsch erhielten die Auszeichnung in Silber. Weih ist seit seiner Jugend im Verein engagiert. Inzwischen ist er Leiter der Malteser Jugend und seit vielen Jahren Mitorganisator der Amrum-Freizeit. Susanne Robitsch sei jemand, der immer da ist, wenn jemand gebraucht wird, begründete Stoiber deren Auszeichnung. „Ich schätze ihr Organisationstalent“, hob er eine ihrer wesentlichen Eigenschaften hervor. Damit entlaste sie nicht nur ihn sondern etliche Helfer in anderen Aufgabengebieten, ergänzte er. Robitsch ist Mitglied der Kochgruppe und als Bundesdelegierte gewählt.

Die Verdienstmedaille in Bronze erhielten Christoph Walter und Heinz Hauff. Hauff habe sich maßgeblich am Aufbau der Kochgruppe beteiligt und diese bis zum Jahr 2009 geleitet, heißt es in der Antragsbegründung. Zudem engagiert er sich im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz. Christoph Walter habe einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass 39 Helfer die Qualifikation als Einsatzsanitäter erreichten, erklärte der Stadtbeauftragte, des weiteren sei er im Sanitäts- und Rettungsdienst aktiv. Rund 140 aktive, ehrenamtliche Helfer leisteten vergangenes Jahr 28 765 Stunden.

Ehrungen

20.04.2010

Malteser Verdienstmedaille in Gold: Daniel Schlegel; Silber: Manuel Weih und Susanne Robitsch; Bronze: Christoph Walter und Heinz Hauff.

Geehrt wurden für langjährige Mitgliedschaft: 40 Jahre: Christoph Klausmann und Wolfgang Stoiber; 30 Jahre: Renee Borho, Peter Kretzer und Michael Norgauer; 20 Jahre: Martin Bialoncig, Heinz Hauff und Stefan Seen; 15 Jahre: Daniel Schlegel; 10 Jahre: Emmanuel Chatziioannides.

Gleicht tut's nicht mehr weh

27.03.2010

Claudia W. ist als Mutter einiges gewöhnt.

Als ihr Sohn und ihre Tochter sich streiten, schöpft sie zunächst keinen Verdacht, denn die beiden versöhnen sich wieder. Doch als die Tochter zum Kuscheln abends aufs Sofa kommt, ist die Mutter irritiert – warum ist der Kopf der Kleinen nass? Erst da sieht sie: Die Tochter ist beim Streit mit dem Bruder mit dem Hinterkopf auf die Tischkante geknallt, die Kopfwunde blutet noch. Was tun? Schnell bricht in solchen Situationen Panik aus. Wo sind die Pflaster, wo sind die Verbandspäckchen – und wie verbindet man eine solche Wunde im Haar überhaupt?

Die Konstanzerin hat gehandelt. „Wenn ich keine Ahnung habe, wie soll ich da helfen?“ Deshalb besuchte sie einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder beim Malteser-Hilfsdienst – zusammen mit neun anderen Frauen – und einem Mann. Die Motivation war bei allen gleich: Nicht hilflos dazustehen, wenn die Kleinen stürzen, sich die Knie oder Ellenbogen aufschlagen, sich verschlucken oder sich in der Küche an heißer Suppe verbrannt haben.

„Bleiben Sie ruhig“

Dabei ist das Wichtigste für alle Eltern, Tanten, Groß- und Tagesmütter eines: „Bleiben Sie so ruhig wie möglich. Sie wollen dem Kind helfen. Und das schaffen Sie nicht, wenn Sie durch den Wind sind“, sagt Susann Richter, die bei den Maltesern in Konstanz für die Ausbildung zuständig ist. „Atmen Sie tief durch, machen Sie einen Plan und handeln Sie dann.“

Das Wichtigste für Kinder überhaupt ist Zuwendung. Erwachsenen kann man schon eher erklären, warum jetzt gleich etwas weh tut und warum das sein muss. „Kinder haben Angst, weil sie nicht verstehen, was da vor sich geht.“ Deswegen müsse man gut auf die Seele des Kindes achten. „Halten Sie dem Kind die Hand. Signalisieren Sie: Ich bin für dich da“, sagt Susann Richter. An den technischen Details der Ersten Hilfe müsse sich niemand verbeißen. Wichtig sei, dass man handle. „Das Schlimmste ist, wenn Sie nichts tun.“ Vieles mache man instinktiv richtig – etwa, Verbrennungen mit Wasser zu kühlen. Häufig sind bei Kindern Kopfplatzwunden, ausgeschlagene Zähne, weil sie oft auf den Kopf fallen (siehe Text „Keine kleinen Erwachsenen“). Auch Ellenbogen und Knie sind oft betroffen. Ein zustimmendes Seufzen geht durch die Runde der Kursteilnehmer. Man kennt das.

Der Überraschungsei-Trick

Oft sind Kinderverletzungen weniger dramatisch, als sie aussehen. Kleine Tricks helfen, den Nachwuchs rasch zu beruhigen: „Verwenden Sie am besten bunte Kinderpflaster. Die kleben auch nicht so fest“, rät Susann Richter. Praktisch ist es, dem Kind den Blick auf die Wunde zu verstellen, wenn man sie versorgt, denn vielen Kindern wird davon schlecht. Bevor man mit der Wundversorgung beginnt, bereitet man alles vor. Ideal, wenn der Papa oder die Tante so lange ablenkt. „Oder verpacken Sie das Ganze in eine kleine Geschichte – oder üben Sie mal mit dem Teddy!“

Und dann verrät Susann Richter einen echten Geheimtrick: „Kaufen Sie ein Überraschungsei“, verrät die Fachfrau. Das Kind behält den Inhalt nebst Figur, Sie aber die Kapsel. „Da hinein passt genau ein Satz Latex-Handschuhe.“ Wunderbar für die Handtasche und für unterwegs. „Wenn Sie dann noch ein Handy einstecken und eine Herz-Lungen-Wiederbelebungs-Schutzmaske einstecken, sind Sie für alle Fälle gerüstet.“

Nach dem Kurs sind die Teilnehmer zufrieden. Zufrieden, weil sie der nächsten Schürfwunde ihrer Kinder und dem nächsten Sturz vom Fahrrad nicht mehr so hilflos gegenüberstehen werden. Und da ist ein Acht-Stunden-Kurs auf alle Fälle gut angelegt.

Spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Kinder vermitteln entweder in Abendkursen oder an einem ganzen Tag am Wochenende das Wichtigste zum Thema. Tagesmütter sind zum Besuch eines Kurses verpflichtet. Auch für Kinder gibt es altersentsprechende Kurse. Mehr Infos unter:

www.malteser.de

www.malteser-konstanz.de

Keine kleinen Erwachsenen

Kinder sind anatomisch keine kleinen Erwachsenen – es gibt große Unterschiede. Das erklärt Susann Richter, Rettungsassistentin und Ausbilderin bei den Maltesern in Konstanz.

27.03.2010

 

Was Sie beachten müssen, wenn es zuhause einen Unfall gibt.

Großer Kopf: Im Verhältnis zum Körper ist der Kopf bei Kindern viel größer. Die Kleinen können Hände und Beine beim Fall nicht koordinieren und sich abfangen wie Erwachsene. Deshalb verletzen Kinder sich auch häufiger am Kopf. Platzwunden und ausgeschlagene Zähne sind daher häufig.

Atemstillstand: Die Gründe dafür sind andere als beim Erwachsenen. Dort sind oft Herzprobleme die Ursache. Bei Kindern ist das eher selten. Ist das Kind etwa von der Schaukel gefallen, sollten Sie erst klären: Ist es ansprechbar? Dann versorgen Sie die Wunden. Ist das nicht der Fall: Klären Sie, ob es atmet. Falls nicht, beginnen Sie mit der Wiederbelebung. Das Gehirn kann nur wenige Minuten ohne Sauerstoff auskommen!

Wiederbelebung: Säuglinge und Kleinkinder bedürfen bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung großer Vorsicht. Die Knochen sind noch zart, daher darf man bei Säuglingen nur zwei Finger dazu benutzen. Auch der Rhythmus ist anders: Fünf Mal beatmen, um das Atemzentrum anzuregen – und dann schauen, ob das Kind wieder anfängt zu atmen. Wenn es das nicht tut, wird der Zyklus wie bei Erwachsenen mit 30-mal Druckmassage und 2 Beatmungen fortgesetzt. Bei Säuglingen nur die Wangen mit Luft füllen. Bei Kindern von zwei bis acht Jahren beatmen, bis der Brustkorb sich hebt. Massage hier nur mit einer Hand. Kinder atmen generell flacher als Erwachsene, das beunruhigt junge Eltern oft sehr. (bea)

Reifeprozess am Nordseestrand

23.03.2010

Die Malteser Jugend bietet im Sommer eine Kinderfreizeit an. Ziel ist nordfriesische Insel Amrum

 

Konstanz (mhd) „Die Nachfrage nach der Sommer-Freizeit der Malteser Jugend wächst von Jahr zu Jahr“, erklärt Daniel Schlegel, ehrenamtlicher Helfer bei den Maltesern in Konstanz. Vergangenes Jahr konnten erstmals zwei zeitgleiche Freizeiten auf der nordfriesischen Insel Amrum angeboten werden. „Mit 76 Kindern waren beide restlos ausgebucht“, freut sich Organisator Schlegel. „Das bestärkt uns darin, dass das Konzept zeitgemäß und auf hohem Niveau ausgearbeitet ist“. Dieses Jahr gibt es Platz für insgesamt 84 Kinder.

Die öffentlich zugängliche Freizeit ist die einzige ihrer Art im Bodenseeraum, die durch ihr inhaltliches Konzept sowie ihre Länge von 23 Tagen besonders berufstätigen oder allein erziehenden Eltern die Möglichkeit bietet, ihre Kinder drei Wochen lang gut versorgt zu wissen. Verschiedene Zuschussmöglichkeiten geben auch Kindern aus finanziell schwächeren Familien die Möglichkeit zur Teilnahme.

Die Freizeit soll den Kindern Hilfestellung bei ihrer charakterlichen und sozialen Entfaltung geben. „Die jährliche Rückmeldung vieler Eltern bestärkt uns darin, mit unserem Konzept die Entwicklung und Selbstständigkeit der Kinder nachhaltig zu fördern“, so Manuel Weih, Stadtjugendreferent bei den Maltesern in Konstanz, der selbst bereits acht Mal als Betreuer mit dabei war und dieses Jahr erneut die zweite Gruppe leiten wird.

„Eine Mutter berichtete uns, sie hätte ihr Kind auf die Freizeit geschickt und eine junge, viel selbstständigere Dame zurückbekommen. Eine andere Mutter schreibt, dass ihr Kind, das eigentlich aufgrund zurückliegender traumatischer Erlebnisse in eine kinderpsychiatrische Klinik hätte sollen, völlig verändert aus der Freizeit zurückkam. Es war offener, selbstbewusster, und meldete sich sogar in einem Ju-Jutsu-Verein an, nachdem sie hiermit auf der Freizeit Erfahrung gemacht hatte. So etwas wäre vor der Freizeit auf Amrum völlig undenkbar gewesen, schreibt die Mutter“, freut sich Manuel Weih über die Erfolge.

Infos im Internet unter www.aufamrum.de, per E-Mail freizeit@aufamrum.de oder telefonisch unter 07531/8104-0.

Besucher auf vier Pfoten

06.03.2010

Die Malteser möchten in Konstanz eine Besuchshundestaffel aufbauen. Ausgewählte Tiere gehen dann in soziale Einrichtungen und mischen Schulen und Altersheime auf.

 

Konstanz – Die Idee ist ganz einfach: Hunde gehen in Altersheime, in Schulen und Behinderteneinrichtungen, lassen sich streicheln oder toben im Garten umher, wenn ihnen jemand einen Ball zuwirft. Auf diese Weise sollen Demente wieder für soziale Kontakte zugänglich werden, hyperaktive Kinder bauen überschüssige Energie ab und bei behinderten Menschen sollen die Besuchshunde das Isolationsgefühl beseitigen, so die Hoffnung der Malteser im Bodenseeraum. Sie möchten deshalb bis zum Sommer in Konstanz eine Besuchshundestaffel aufbauen.

Silvia Baumann von den Maltesern sagt: „Wir haben gemerkt, dass viele Menschen den Notfallknopf nur aus Einsamkeit drücken und wollten was für sie tun.“ Sie betont, dass die Tiere keine zertifizierten Therapiehunde sind, sondern Haustiere, die eine kleine Ausbildung machen. Jeder Interessierte, dessen Hund mindestens 15 Monate alt ist, positives Sozialverhalten besitzt und gesund ist, kann sich melden. Die Tiere durchlaufen dann einen Wesenstest mit Anja Wedig, Hundetrainerin beim Konstanzer Zentrum für Menschen mit Hund (D.O.G.S.). Hat ein Tier den Test bestanden, kann es losgehen: Hund und Herrchen lernen bei Anja Wedig, wie sie mit einem Rollstuhl und mit Dementen umgehen müssen und welche Hygienevorschriften einzuhalten sind. „Der Hund trainiert etwa zehn Stunden, der Halter braucht zwölf“, sagt Silvia Baumann. Die Ausbildung ist wichtig, denn „in Einrichtungen fällt mal eine Krücke um, da kann nicht jeder Hund eingesetzt werden.“

Die Regenbogenschule, eine Schule für Körper- und Geistigbehinderte, hat schon Interesse angemeldet – genauso wie das Altenpflegeheim im Kloster Hegne. Die Halter müssen bereit sein, etwa eineinhalb Stunden pro Woche für Besuche in sozialen Einrichtungen zu investieren. „Dafür haben sie die Chance, mit einer professionellen Hundetrainerin zu arbeiten“, sagt Baumann.

Ein Info-Abend für Interessierte findet am Freitag, 12. März, 19 Uhr, in der Malteser-Geschäftsstelle (Friedrichstraße 23) statt.

Einsatz für eine gute Sache

Die Malteser freuen sich schon auf den Aktionstag am 1. Oktober. Zum Organisationsteam gehören (von links) Stefan Senn, Jürgen Raupp, Christian Matern, Jörg Biesold-Mierel

23.02.2010

 

Konstanz (sk) Der Malteser Hilfsdienst im Bezirk Bodensee veranstaltet dieses Jahr zum zweiten Mal einen „Social Day“. Der Aktionstag am Freitag, 1. Oktober, will eine Brücke schlagen zwischen den Unternehmen der Region und sozialen Einrichtungen und Projekten. Mitarbeiterteams unterschiedlicher Firmen werden einen Tag lang in einer sozialen Einrichtung tätig sein und führen ein konkretes Projekt durch. Der Malteser Hilfsdienst organisiert und koordiniert alle Projekte. Die Anmeldefrist hat bereits begonnen.

Die bundesweit seit zehn Jahren durchgeführte Aktion fand im vergangenen Jahr mit sieben Projekten erstmals auch am westlichen Bodensee statt. In Konstanz reparierten zum Beispiel Mitarbeiter von Firmen unentgeltlich das Spielmobil in einem Quartierszentrum, andere bauten einen Fahrradschuppen für eine Betreuungseinrichtung der Caritas oder montierten Sitzmöbel für ein Kinderhaus. „Wir waren überrascht von der positiven Resonanz und begeistert über sieben tolle Projekte, die für die sozialen Einrichtungen so wichtig waren“, sagt Silvia Baumann, Projektleiterin bei den Maltesern für den Social Day am Bodensee. „Für 2010 suchen wir wieder soziale Einrichtungen, die Bedarf an der Erledigung von Projekten haben und freuen uns auf deren Meldung“, ruft sie zum Mitmachen auf. Das Engagement der Unternehmen erfolgt nicht in Form finanzieller Unterstützung, sondern indem Mitarbeiter freigestellt werden, die in Teamarbeit vor Ort Aufgaben erledigen. Für die Organisation des Aktionstages fallen jedoch Teilnehmerbeiträge an, die die Kosten der Aktion decken sollen. Die Unternehmensteams sind nicht im laufenden Betrieb der Einrichtung eingesetzt, stattdessen erledigen sie eine gesonderte Aufgabe, die in den Einrichtungen wegen fehlender Möglichkeiten bisher nicht verwirklicht werden konnte. Die Projektaufgaben sind auf Laienkenntnisse hin ausgerichtet. Es werden nicht unbedingt Fachfirmen für Spezialaufgaben gesucht. Selbstverständlich dürfen Firmen aber ihr besonderes Know-how zur Verfügung stellen.

Erdbeben Haiti - Aktualisierung

19. Januar 2010  Malteser Hilfsdienst e.V.
Generalsekretariat
Köln

Malteser befürchten: "Kaum Hoffnung für schwerverletzte Kinder" / Lebensmittel und Medikamentenverteilung an fünf Orten um Port-au-Prince

Port-au-Prince/Köln. Prof. Dr. Klaus Runggaldier berichtet aus dem Krisengebiet:"Gestern konnte ein 10-jähriges nicht ganz so schwer verletztes Kind erfolgreich operiert werden. Für die schwerverletzten Kinder gibt es kaum Hoffnung." Seit Sonntag arbeiten die drei Ärzte der Malteser im Krankenhaus 'Franz von Sales' downtown in Port-au-Prince. Laut Runggaldier ist die Lage immer noch schwierig, aber eine grundlegende medizinische Versorgung sei zunehmend möglich. Dank der guten Vernetzung der haitisch-stämmigen Malteser Kollegen habe man mittlerweile einen Jeep und lokale Kommunikationsmittel.
Über COTADO, eine Partnerorganisation aus der Dominikanischen Republik, starten die Malteser die Verteilung von Nahrungsmitteln und Medikamenten an fünf Auffanglagern und Notfallkliniken am Rand von Port-au-Prince. Mehre tausend Erdbebenopfer erhalten so dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente. COTADO schickt ein 25 köpfiges medizinisches Team in die Krisenregion.
Das von den Maltesern unterstützte Krankenhaus 'Sacré Coeur' im Norden Haitis ist mittlerweile an der Kapazitätsgrenze: Schwerstverletzte Erdbebenopfer werden mit Helikoptern in die Klinik gebracht. Fast bei jedem Patient stehe "Amputation Bein oder Amputation Arm", so die Ärzte.
In Köln bereiten die Malteser inzwischen die Ablöse für das vierköpfige deutsche Team vor. Aus Haiti stammende Chirurgen und Anästhesisten sowie ggf. Allgemeinmediziner und Gynäkologen sollen auf Vermittlung der amerikanischen Assoziation des Malteserordens noch diese Woche in Port-au-Prince eintreffen.

Informationen zur Malteser Hilfe: www.haiti-helfen.de

Achtung Redaktionen: Dr. Georg Nothelle und Prof. Dr. Klaus Runggaldier stehen in Port-au-Prince für Interviews zur Verfügung. Vermutlich ab 12 Uhr MEZ. Vermittlung: 0221 98 22 125 oder 0160 70 77 689.

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Haiti auf:
Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Erdbeben Haiti Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de

Erdbeben Haiti

Malteser Hilfsdienst e.V. - Generalsekretariat - 51101 Köln

Presse-Information
14. Januar 2010

Erdbeben Haiti: Erstes Malteser Team abgeflogen - weitere Teams geplant

Port au Prince/Düsseldorf/Köln. Das medizinische Malteser Team unter Leitung von Nothilfe-Koordinator Dr. Georg Nothelle ist am heutigen 14. Januar um 12.10 Uhr von Düsseldorf aus über Newark Richtung Haiti gestartet. Die ursprünglich für 10.55 Uhr vorgesehene Verbindung über Paris ist wegen des dortigen Fluglotsenstreiks kurzfristig ausgefallen. Begleitet wird Nothelle von zwei Notärzten und Anästhesisten sowie dem Leiter Rettungsdienst der deutschen Malteser. In Haiti wird das Team von drei Experten der französischen und zwei der US-amerikanischen Malteser verstärkt.

Nach der Landung in Santo Domingo wird das internationale Team dort vom Botschafter des Malteserordens in Haiti in Empfang genommen und nach Port-au-Prince geleitet. Erste Aufgabe des Teams wird die Sammlung von Informationen und die Abstimmung von Maßnahmen mit den anderen Hilfsorganisationen vor Ort sein. Und selbstverständlich werden sie selbst sofort ärztlich tätig werden. Der Einsatz des ersten Teams soll ca. eine Woche dauern, weitere Teams sind derzeit in Vorbereitung.

Unterstützung wird für den Malteser Einsatz auch von dem vom Malteserorden mitgetragenen Krankenhaus im Norden von Haiti erwartet. Mit 64 Betten, einer Kinderabteilung, einer Entbindungsstation, einer Ambulanzstation und mit einem modernen Labor ist es das einzige Krankenhaus in der nördlichen Region. Derzeit geht man von zehntausenden Todesopfern und bis zu drei Millionen Betroffenen aus. Aufgrund der ohnehin nur unzureichend vorhandenen Infrastruktur befürchten Experten Seuchen und Infektionen.

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Haiti auf:
Aktion Deutschland Hilft,
Stichwort: Erdbeben Haiti
Spendenkonto 10 20 30,
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de

Pressekontakt und weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski Pressesprecherin Malteser Hilfsdienst
Telefon 0221/9822-125; mobil 0160/70 77 689
Fax 0221/9822-78125
claudia.kaminski@malteser.org
www.malteser.de