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Malteser Bodensee

SÜDKURIER Stockach: Die Stockach Malteser feiern ihr zehnjähriges Bestehen

05.11.2019
Der Malteser Stadtbeauftragte, Ulf Wieczorek (Mitte), freut sich über die Gratulanten Graf Bodman (links) sowie über den Bezirksreferenten Bernhard Alder (rechts). | Bild: Reinhold Buhl

Die Gründung des Malteser Hilfsdiensts in Stockach war vor zehn Jahren. Am Sonntag gab es einen Festakt mit Rückblick. 20 aktive Ehrenamtliche leisten momentan Dienst.

VON REINHOLD BUHL

Der Malteser Hilfsdienst hat sich in Stockach etabliert. Auch wenn zehn Jahre noch keine so lange Zeit seien, sei es doch angebracht, das zehnjährige Bestehen in Stockach in entsprechendem Rahmen zu würdigen, erklärte der große Förderer und Gönner Wilderich Graf von und zu Bodman in seiner kurzen Ansprache beim kleinen Stehempfang im Stockacher Pallottiheim. Er dankte dem katholischen Pfarrer Michael Lienhard, der den Dankesgottesdienst anlässlich des Geburtstags zelebriert hatte, besonders für dessen Festpredigt, deren Bezug natürlich den Malteserorden in den Vordergrund stellte.

Dieser Orden geht auf den seligen Gerhard zurück, der im Jahr 1099 ein Hospiz in Jerusalem gegründet hat. Dessen Bruderschaft schlossen sich die ersten Ritter des Abendlandes an, und im Jahr 1113 wurde der Orden vom Papst bestätigt. Im Laufe der Jahrhunderte verlagerte sich der Hauptsitz des Ordens nach Malta, was letztlich zu der heutigen Namensgebung führte: Malteser.

„Der Orden ist zwar ein katholischer Orden“, erklärt Ulf Wieczorek, der seit neun Jahren die Malteser als Stadtbeauftragter führt, allerdings stehe heute der Orden allen offen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. „Die Konfession spielt dabei keine Rolle“, betonte er.

Zur Feier konnte Wieczorek den Bezirksreferenten Bernhard Alder willkommen heißen. Alder zeigte in einer kurzen Präsentation die vielfältigen Dienste auf, die die Malteser hilfsbedürftigen Bürgern anbieten. Diese reichten laut Alder vom Erste-Hilfe-Kurs über Notfallvorsorge und Katastrophenschutz bis zu Besuchs- und Begleitungsdiensten. An letzteren Punkt knüpfte Manfred Peter, der als Vertreter der Bürgerstiftung Stockach die Glückwünsche überbrachte, mit den Worten an: „Es war von den Maltesern ein genialer Gedanke, in Stockach einen begleitenden Fahrdienst anzubieten, der es nicht mehr mobilen älteren Bürgern ermöglicht, Einkäufe zu erledigen, zum Arzt oder einem Gräberbesuch gefahren zu werden.“ Die Bürgerstiftung hat diesen Fahrdienst der Malteser von Anfang an finanziell unterstützt.

Heinz Martin gehörte im Jahr 2008 zu den Gründungsmitgliedern des Hilfsdienstes in Stockach und führte die Malteser ein Jahr lang, bis ihn Wieczorek ablöste. Er erinnert sich noch gut an die Anfänge. „Es war damals von uns ein spontaner Beschluss, einen Stadtverband zu gründen, und viele glückliche Umstände haben dazu beigetragen, dass dieser Beschluss Früchte trug“, erzählte er. Diesen Worten schloss sich der heutige Vorsitzende Ulf Wieczorek bei der Feier an. Er betonte, dass einer der glücklichen Umstände gewesen sei, dass die Malteser die Möglichkeit bekamen, ins Haus der Familie Kunicki einzuziehen.

Infos: Wer sich für die Arbeit der Malteser interessiert, kann sich am Mittwoch, 6. November, um 20 Uhr in der Malteser Geschäftsstelle, Kaufhausstraße 46, in Stockach informieren

Aktivitäten in Stockach

Neben dem Fahrdienst gibt es bei den Maltesern zum Beispiel regelmäßig Spielenachmittage. Diese finden immer an jedem zweiten und vierten Mittwoch eines Monats ab 15 Uhr statt. Am Samstag, 14. Dezember, findet von 8.30 bis 16 Uhr ein speziell auf den Umgang mit Kindern zugeschnittener Erste-Hilfe-Kurs statt. Die

   Kosten betragen pro Person 40 Euro, Anmeldung unter (0 77 71) 87 75 03.

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