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Malteser Bodensee

SCHWAEBISCHE Zeitung Sigmaringen: Gegen die Einsamkeit: Zeit schenken

09.12.2019

Zu Weihnachten alleine sein – das ist für die allermeisten Menschen keine schöne Vorstellung. Besonders alte oder kranke Menschen, die ihren Alltag nicht ohne Schwierigkeiten bewältigen können, verbringen Heiligabend oft allein zu Hause oder in einer sozialen Einrichtung.

REGION - Weihnachten: Das Fest der Familie. Für manche Senioren sind die Feiertage jedoch vor allem mit Einsamkeit verbunden, da Bekannte oder Verwandte fehlen. Heiligabend hat einen ganz besonderen Zauber. Jeder Mensch erlebt diesen Moment mit einem „eigenen Gefühl“, das in der Regel mit den Erinnerungen an die Kindheit verbunden ist.
   

Kann dieses Gefühl nicht mehr erlebt werden, weil etwa eine Krankheit wie Demenz die Teilnahme an den Feierlichkeiten erschwert oder verhindert, bleibt eine Leere zurück: Das Alleinsein rückt dann ins Bewusstsein. Senioren im Allgemeinen, ob krank oder gesund, sehen sich oft mit der Situation konfrontiert, dass Freunde schon verstorben und die eigenen Kinder weggezogen sind.

Gerade – aber nicht nur – an Weihnachten sollte man die Gelegenheit nutzen, um Zeit miteinander zu verbringen, um gemeinsam zu essen, sich Geschichten zu erzählen oder einfach nur für einander da zu sein. In unserer hektischen Zeit, ist es wichtig auch an andere Menschen zu denken und sich auf die Älteren zu besinnen und ihnen Freude zu schenken.

Senioren nicht alleine lassen

Beim Hausnotruf der Malteser gehen von Heiligabend bis Neujahr viele Anrufe ein, bei denen kein medizinischer Notfall vorliegt. Bei jedem fünften Anruf handelt es sich eigentlich um einen „sozialen Notruf“, bei denen sich dann im Gespräch herausstellt, dass die Senioren eigentlich nur mal mit jemandem sprechen wollten. Die Malteser appellieren deswegen an Bekannte und Verwandte. „Klingeln Sie doch mal kurz durch und unterhalten Sie sich ein paar Minuten mit den Menschen, die sonst ganz alleine sind.“ Vielleicht kann auch ein Nachbar einen Kurzbesuch abstatten und den Senioren so das Gefühl vermitteln, dass sie nicht alleine sind. Christine Martin

 

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