Navigation
Malteser Bodensee

SCHWAEBISCHE Zeitung: Bad Wurzach - Mobiler Impftag in Bad Wurzach: Erste Spritzen sind gesetzt

29.03.2021
Das Mobile Impfteam vor dem Ziegelbacher Dorfstadel. (Foto: Steffen Lang)

Wenige Tage vor ihrem 100. Geburtstag hat eine Frau aus Bad Wurzach am Samstag in Ziegelbach ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

 

Sie war damit die älteste Person, die am ersten Impftag in den Dorfstadel kam. Insgesamt waren an diesem Tag 30 Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech geplant. Vor Ort war dazu drei Mitarbeiter der Malteser.

 

Zumeist in Begleitung von Angehörigen kamen die Über-85-Jährigen nach Ziegelbach. Dort wurden sie am Eingang von drei Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung empfangen. Zunächst wurde die Körpertemperatur gemessen, dann wurden die nötigen Formulare ausgefüllt.

 

Aufklärungsgespräche

 

Zügig ging es weiter in den Saal des Dorfstadels, dessen Jalousien heruntergelassen worden waren. Dort waren mehrere Stühle zum Warten bereitgestellt. An einem Tisch wurden die Zu-Impfenden von einem Malteser-Mitarbeiter über das weitere Prozedere aufgeklärt. Der Weg führte weiter in den mit grünem Vorhang abgetrennten Impfbereich, wo es weitere erläuternde Worte gab, ehe die Spritze in den Oberarm gesetzt wurde. Im Ruhebereich wurden die Geimpften noch 30 Minuten von zwei kommunalen Mitarbeiterinnen überwacht, ehe sie sich auf den Heimweg machen durften.

 

Zahlreiche Freiwillige

 

Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Dezernatsleiter Frank Högerle machten sich ein Bild vor Ort. Scherer lobte dabei die sehr hohe Hilfsbereitschaft ihrer Mitarbeitenden in den Stadt- und Ortsverwaltungen sowie den kommunalen Betrieben. „Alle haben sich dazu freiwillig gemeldet“, hob sie hervor und vergaß nicht, Feuerwehrkommandant Rolf Butscher und Margot Tschizmar von der Stadtverwaltung hervorzuheben, die den Dorfstadel eingerichtet beziehungsweise die Terminvergabe organisiert hatten.

 

Rund 400 Personen waren zum Impfen eingeladen worden, 90 werden am Ende komplett geimpft sein.

 

Eine große Entlastung

 

Für die nicht mobilen Hochbetagten ist die Impfung vor Ort eine große Hilfe, wie eine Angehörige betonte. „Die Fahrt nach Ravensburg oder Ulm wäre für meinen Vater viel zu belastend gewesen. Wir wären mehrere Stunden unterwegs gewesen, so ist das in einer Stunde erledigt.“

 

Weitere Informationen