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Malteser Bodensee

SCHWAEBISCHE Zeitung Sigmaringen: Zehn neue Mitarbeiterinnen für den Kinder- und Jugendhospizdienst

12.08.2021
Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst hat zehn neue Helferinnen. (Foto: Malteser)

Zehn neue ehrenamtliche Helferinnen des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser begleiten im Landkreis Sigmaringen ab sofort Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind. Sie wurden in einem intensiven Kurs auf ihre Aufgaben vorbereitet und jetzt in einer kleinen Feier in ihren Dienst entsendet, das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

 

Was ein lebensverkürzend erkranktes Kind für eine Familie bedeutet, ist für Nichtbetroffene oft schwer nachvollziehbar. Der gesamte familiäre Alltag muss neu ausgerichtet werden und nicht selten geraten die Familien dadurch an ihre Grenzen. Bereits ab der Diagnose können Familien durch vielfältige Angebote unterstützt werden. „Das Wort „Kinderhospizdienst“ erzeugt bei Eltern oft große Angst und Ablehnung, weil es mit Sterben und Tod in Verbindung gebracht wird. Doch Kinderhospizarbeit ist eine Lebensbegleitung und in erster Linie familiäre Entlastung und längerfristige Unterstützung“, wird die Koordinatorin des Malteser Dienstes, Sandra Rupp, in dem Schreiben zitiert.

 

Die ehrenamtlich tätigen Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes kümmern sich während der gesamten Lebenszeit, oft über Jahre hinweg um die betroffenen Familien. Sie hören zu, beraten, spielen, lesen vor, begleiten Termine oder machen Ausflüge, schenken Zeit und entlasten im Alltag.

 

Aufgrund der Pandemie finden die Begleitungen unter besonderen Hygiene- und Schutzvorkehrungen statt. „Wir haben es bei lebensverkürzt erkrankten Kindern mit einer Risikogruppe zu tun. Wir nehmen die Präventionsmaßnahmen sehr ernst und finden gleichzeitig Wege, verantwortungsvoll mit der komplexen Situation umzugehen. So können wir auch unter den erschwerten Gegebenheiten Nähe ermöglichen”, so Rupp. Die betroffenen Familien empfinden die persönliche Betreuung als große Entlastung. Das Angebot ist unabhängig von Nationalität oder Konfession und für die betroffenen Familien kostenfrei, es wird von Spenden getragen.

 

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